Healthcare

Quelle: National Cancer Institute auf Unsplash

Digitale Technologien bieten für zahlreiche Bereiche des Lebens enorme Verbesserungsmöglichkeiten. Das gilt auch für die medizinische Versorgung. Videotelefonie, Apps und intelligente Sensorik können dazu beitragen, den Zugang zu medizinischen Leistungen zu erleichtern.

In dieser Ausgabe der Trendstories stellen wir zum zweiten Mal innovative Angebote vor, die digitale Technologie nutzen, um die medizinische Versorgung zu verbessern.

Wundversorgung aus der Ferne

Die App Minuteful for Wound des britischen Unternehmens Healthy.io verwandelt die Smartphone-Kamera in eine Diagnose-Tool für die Wundversorgung.

Quelle: Healthy.io

Über die Handy-Kamera scannt die App die Wunden und erstellt eine genaue, standardisierte Wunddokumentation in 3D. Ärzt*innen können über eine zentrale Plattform auf alle Bilder und Daten zugreifen und die Wundentwicklung ihrer Patient*innen überwachen. Dadurch können die Patient*innen aus der Ferne bei der Wundbehandlung angeleitet und aktiv an der Therapie beteiligt werden, was Ressourcen und Kosten einspart.

Eingesetzt wird die App momentan von Krankenpfleger*innen auf Hausbesuchen.

Zur digitalen Wundüberwachung

Social Media für die mentale Gesundheit von Teens

Das psychische Wohlbefinden im Erwachsenenalter hängt stark von den Erfahrungen in der Kindheit und Jugend ab. Werden Kinder und Teenager bei der Bewältigung emotional schwerer Phasen nicht ausreichend angeleitet und unterstützt, sind sie im Hinblick auf psychische Beschwerden sehr vulnerabel.

Quelle: Omid Armin auf Unsplash

Die amerikanische Online-Plattform BeMe kombiniert Social-Media-Funktionen mit Streaming und Gaming, um jungen Menschen mit Achtsamkeitsübungen und mehr spielerisch dabei zu helfen, ihre mentale Gesundheit zu verbessern.

Um auch auf schwerere emotionale Krisen reagieren zu können, ist in die Plattform eine Krisenhilfe integriert, die, falls nötig, helfend zur Seite steht und die Jugendlichen mit Expert*innen verbindet.

BeMe richtet sich gleichermaßen an Jugendliche mit psychiatrischen Diagnosen wie auch an Teenager*innen, die ihre mentale Gesundheit präventiv unterstützen möchten.

Spielend zu mentaler Gesundheit

Hautprobleme per KI bestimmen

Google hat eine Web-Applikation entwickelt, die mit Hilfe maschineller Bilderkennung Hautprobleme diagnostiziert.

Quelle: Google

Die Nutzer*innen können über ihre Smartphone-Kamera den betreffenden Hautausschnitt fotografieren. Das Tool gibt daraufhin eine Liste möglicher Hautprobleme zurück, auf die der Bilderkennungsalgorithmus trainiert wurde.

In 97% der Fälle ist die Diagnose der Applikation korrekt.

Zum maschinellen Dermatologen

Mit Gesang gegen Long-Covid

Nicht nur die Diagnose und Beratung lassen sich heutzutage aus der Ferne durchführen, sondern auch vielfältige Therapieangebote. So auch neuartige Spezialtherapien, die auf Expertise zurückgreifen, die außerhalb des klassischen Medizinbereichs angesiedelt ist.

Quelle: Kelvin Valerio auf Pexels

Um Long-Covid-Patient*innen, die unter Kurzatmigkeit leiden, zu helfen, bieten Opernsänger*innen und Lehrpersonal der English National Opera in Kooperation mit dem britischen Gesundheitssystem NHS eine alternative Therapie an. In virtuellen Gruppensitzungen bringen die Gesangsprofis den Patient*innen Atem- und Gesangsübungen bei.

Laut Umfragen geht im Laufe des sechswöchigen Kurses die Kurzatmigkeit bei 90% der Teilnehmer*innen signifikant zurück.

Zur Opern-Therapie

Vielen Dank für euer Interesse. Für Fragen und Feedback, meldet euch gerne bei uns unter hallo@mediaman.de oder schaut bei unserem Instagram oder LinkedIn-Profil rein.